Entwicklung der Gaspreise
Wie auf einer anderen Unterseite bereits erläutert, gibt es steigende Gaspreise bereits seit der Liberalisierung des Gasmarktes im Jahr 1998. Denn damals ist nicht, wie geplant, ein verbesserter Wettbewerb zustande gekommen. Dies liegt auch daran, dass der Gasmarkt wesentlich komplizierter ist, als der Strommarkt. So kam es nicht dazu, dass neue Anbieter den Markt bevölkern konnten. Daher hatten die Verbraucher auch keine neuen Auswahlmöglichkeiten, was den Anbieter anbelangt.
Aus diesem Grund war es dann auch so, dass es im Jahr 2000 beinahe zu einer Klage gekommen wäre. Die EU-Richtlinien bezüglich der Liberalisierung des Gasmarkts sahen nämlich vor, dass eben ein gesunder Wettbewerb zustande kommmt und der Verbraucher zwischen verschiedenen Gasanbietern wählen kann. So war es natürlich so, dass die Gaspreise ebenfalls nicht fallen konnten.
In Reaktion darauf hat man dann versprochen, in Zukunft den jungen Unternehmen einen fairen Zugang zum Netz zu gewähren, um so positiven Einfluss auf die Gaspreisentwicklung zu nehmen. Gebracht hat das nur bedingt etwas, so zeigte sich, dass es immer noch keinen wirklichen Wettbewerb gegeben hat. Dementsprechend hat sich der Gaspreis dann auch nicht normalisiert. So folgte im Jahr 2003 die Gasnovelle, die dafür sorgen sollte, dass die großen Konzerne kein Oligopol mehr bilden konnten. Leider hat auch dies nicht geklappt.
Das hat den Kunden natürlich zugesetzt. So sah die Bundesnetzagentur im Jahr 2006 vor, dass jeder am 1. April seinen Gasanbieter wechseln durfte. Der Witz daran war allerdings, dass es immer noch nur sehr wenige Anbieter gab, zu denen man hätte wechseln können. Dementsprechend sind an diesem Tag nur augesprochen wenige Menschen gewechselt. Nachfolgend wurde dieser Tag als "Aprilscherz" bezeichnet.
Gaspreisentwicklung noch nicht abgeschlossen
Besonders in den letzten beiden Jahren kam es zu immer härteren Gaspreiserhöhungen, die die Gaspreisentwicklung nachhaltig verändern sollten. Deswegen setzen sich Politiker seit letztem Jahr vermehrt für einen Wechsel des Gasanbieters ein. So auch der Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CDU). Er hat zu diesem Zweck sogar ein eigenes Verbraucherportal eingerichtet. Der Gaspreis wird zu diesem Herbst noch einmal kräftig angehoben werden.
In einigen Regionen spricht man sogar von bis zu 27%. Dieser Entwicklung kann man tatsächlich nur entgegentreten, indem man einen Wechsel vornimmt. Zwar gibt es immer noch nur verhältnismäßig wenig Auswahl, doch raten Experten, wie der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, dazu, steigende Gaspreise nicht zu ignorieren. Ein Gaspreisvergleich lohnt sich in jedem Fall.