Biogas
Besonders jetzt ist der Klimaschutz in den Fokus der öffentlichen Debatte gerückt. Während das Thema vor 50 Jahren noch als Humbug für langhaarige Alternative abgetan wurde, haben es heute selbst konservative Politiker in ihrem Wahlprogramm. Dementsprechend versucht man nun auch, die regenerativen Energien weiter durchzusetzen, um einen konstruktiven Energiemix zu erzeugen.
Das muss auch geschehen, denn fossile Energieträger, die bisher verwendet wurden, halten nicht ewig. Sie haben sich vor Millionen Jahren im Erdboden aus Biomasse gebildet. Wenn sie verbraucht sind, sind sie also verbraucht und eine Neuanlegung würde wieder Millionen Jahre dauern. Bei regenerativen Energien ist das anders. Diese lassen sich nämlich immer wieder herstellen. Daher auch das Wort "regenerativ", was soviel wie "wiederverwertbar" bedeutet.
Nicht nur Biogas zählt zu den regenerativen Energien, auch Ökostrom oder Biodiesel fallen in diese Kategorie. Ökostrom ist hierbei aber immer noch wesentlich verbreiteter als Biogas. Das liegt vor allem daran, dass Ökostrom aus keinen anderen Bestandteilen besteht als konventioneller Strom und deswegen wesentlich leichter in das normale Netz einzuspeisen ist.
Trotzdem gibt es auch in Deutschland ein paar Anbieter, die auch Biogas im Sortiment haben. Einige haben sich sogar darauf spezialisiert. Die Menschen sind sehr stark an dem Thema Biogas interessiert und das nicht nur aus umweltschützerischen Motiven. So ist Biogas auch nicht an den Preis für Erdöl gekoppelt. Die Kopplung des Erdgaspreises an den Ölpreis sorgt nämlich dafür, das ersterer so hoch ist.
Nun wollen wir an dieser Stelle noch einmal näher auf die Produktion und die Zusammensetzung von Erdgas eingehen. Viele wissen nämlich noch nicht so genau über Biogas Bescheid.
Biogas - Herstellung
Grundsätzlich besteht Biogas aus Methan und Kohlendioxid. Man stellt es in speziell dafür vorgesehenen Biogasanlagen her. Die gängige Meinung ist, dass Biogas nur aus Energiepflanzen hergestellt wird. Man kann aber auch Tierdung oder Ähnliches für die Produktion nutzen. Die Biogasherstellung muss unter bestimmten Bedingungen stattfinden.
Es entsteht, wenn bestimmte Substanzen, wie zum Beispiel Biomasse, verfaulen. Deswegen bezeichnet man Biogas auch als ein Faulgas. Damit es überhaupt dazu kommt, darf aber kein Sauerstoff im Faulbehälter sein. Unter diesen, sogenannten, anaeroben Bedingungen kommt es dann zu einem Gärvorgang und durch diesen zur Gasbildung. Für die Biogasproduktion lassen sich zum Beispiel Pflanzenabfälle, Klärschlamm, Gülle und Energiepflanzen benutzen.
Die Umweltfreundlichkeit von Biogas liegt aber nicht nur in den Gaseigenschaften. Der zweite relevante Faktor ist nämlich vor der Pflanzenverarbeitung anzusiedeln. Die Pflanzen veratmen nämlich vor der Ernte die Menge an CO², die sie später wieder ausstoßen sollen.